Gruppenpsychotherapie

Weiterbildung in tiefenpsychologisch fundierter Gruppenpsychotherapie mit Kindern und Jugendlichen

 

Fortbildung in tiefenpsychologisch fundierter Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche am Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie Kassel e.V., Wilhelmshöher Allee 258, 34131 Kassel (Tel. 0561/25679)

Für die Fachkunde zur Gruppenpsychotherapie sind nachzuweisen:

Eingehende Kenntnisse und praktische Erfahrungen in der Gruppen-Psychotherapie der psychoanalytisch begründeten Verfahren oder der Verhaltenstherapie.

Dabei ist nachzuweisen, dass in mindestens:
  • 40 Doppelstunden analytischer oder tiefenpsychologisch fundierter Selbsterfahrung in der Gruppe, in mindestens
  • 24 Doppelstunden eingehende Kenntnisse in der Theorie der Gruppen-Psychotherapie und Gruppen-Dynamik erworben wurden und mindestens
  • 60 Doppelstunden kontinuierlicher Gruppenbehandlung, auch in mehreren Gruppen, unter Supervision von mindestens
  • 40 Stunden mit tiefenpsycholgisch fundierter oder analytischer Psychotherapie durchgeführt wurden.

Nach Abschluss der Fortbildung kann bei der Kassenärztlichen Vereinigung die Genehmigung zur Durchführung und Abrechnung von gruppenpsychotherapeutischen Leistungen beantragt werden.

Da von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung Gruppentherapien als effiziente und kostengünstige Behandlungsmethode gefördert werden, wird Gruppentherapie im EBM sehr gut honoriert.

 

Curriculum für die Fachkunde zur tiefenpsychologisch fundierten Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche:

 

G-TP 1:

Setting, Rahmen, Spiegelphänomene ( 16 Stunden )

Zielsetzung und Indikationsstellung für Gruppen, Zusammenstellung von Gruppen, institutionelle oder ambulante Anbindung und Varianten der Gruppentherapie. Spiegelungsphänomene. Umgang mit Setting und Rahmenbedingungen als Wirkfaktoren. Behandlung von Rollenkonflikten; Rolle und Ziele des Patienten.

 

G-TP 2:

Zum Verständnis der Gruppendynamik ( 16 Stunden )

Unbewusste Beweggründe der Kommunikation und dynamische Prozesse erkennen und nutzen: Verhältnis von Individuum, Gruppe und ggf. Institution. Feldverständnis, die Matrix der Gruppe. Modelle nach Foulkes, Bion und Raoul Schindler. Darstellung von Phasenmodellen der Gruppenentwicklung. Anforderungen an die therapeutische Rolle und Einstellung: Dyade versus Triangulierung.

 

G-TP- 3:

Übertragung, Gegenübertragung, Widerstand in der Gruppentherapie und Formen der Bearbeitung ( 16 Std. )

Übertragungs- und Gegenübertragungsprozesse im Gruppengeschehen; Widerstand: Formen der Angstbewältigung in der Gruppe. Interventionen, die den Teilnehmern, in Abhängigkeit von ihrer Störungsform, neue Entscheidungs- und Handlungsmöglichkeiten eröffnen (Rollenflexibilität, Möglichkeiten der Wahl), die eine Balance von Bindung und Autonomie und eine innere Neuorganisation fördern können.